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Embassies of Exile: SPRACHLOS IN SCHWEDEN? Aris Fioretos und Deniz Utlu im Gespräch

Berlin, 27 Okt. 2026, 19.00

Sprache als Identität. Sprache als Widerstand. Sprache als Emanzipation. Sprache als Zuhause. Auch als künstlerisches. Doch was, wenn man sein Zuhause verlassen muss?
1940 gelang der Dichterin und Jüdin Nelly Sachs in letzter Sekunde die Flucht von Berlin nach Stockholm. Im selben Jahr kam Peter Weiss in die schwedische Hauptstadt. Für beide war die deutsche Sprache auch ein künstlerisches Zuhause. Wie verhielten sie sich gegenüber ihrer Muttersprache im schwedischen Exil? 

Und was, wenn man erst alles zurücklassen muss, um seiner Muttersprache überhaupt ein Zuhause geben zu können? Die kurdische Diaspora in Schweden hat für die kurdische Sprache und Literatur Großes geleistet. Hier schufen kurdische Autorinnen und Autoren im Exil eine moderne kurdische Literatursprache. Hier entstand die erste Kurdische Bibliothek der Welt. 

Fragen von Sprache und das Gefühl von Sprachlosigkeit spielen in Erfahrungen des Exils eine entscheidende Rolle. Die Autoren Aris Fioretos und Deniz Utlu verbinden im Gespräch mit Grit Thunemann die historischen Exilgeschichten mit jüngeren Erfahrungen von Sprache im Exil. 

Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der Schwedischen Botschaft und ist Teil der Reihe Embassies of Exile, in der das Exilmuseum mit Botschaftsvertretungen und Kulturinstitutionen weltweit zusammenarbeitet. Den Abend eröffnen Veronika Wand-Danielsson, Schwedische Botschafterin in Deutschland, und Christina Beinhoff, Sonderbeauftragte des Auswärtigen Amts. 

Sprachlos in Schweden? – Exilmuseum

Exilmuseum
Fasanenstr. 24
10719 Berlin

Eintritt frei

Aufgrund einer begrenzten Anzahl von Plätzen bitten wir um verbindliche Anmeldung unter: Sprachlos in Schweden?

Letzte Aktualisierung 09 Okt. 2026, 15.30