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09.+10.06.2026 Linnea Axelsson und Judith Kiros bei „Writing Myth, Re-Writing a Canon, Writing Grief“

Berlin, 09 Juni 2026 - 10 Juni 2026

poesiefestival berlin 2026

Im Zentrum des diesjährigen Programms stehen drei große thematische Schwerpunkte, die sich über das Festival hinweg entfalten und denen zudem drei Abende explizit gewidmet sind: Mythos, Trauer und ein kritisches Ent-Schreiben eines zumeist weiß und männlich geprägten europäischen Literatur-„Kanons“. Alle drei Schwerpunkte verbindet, dass sie Repräsentationssysteme produktiv stören, Machtverhältnisse sichtbar machen und aus Auseinandersetzung und Reibung heraus neue Formen poetischen Sprechens finden.

An zwei der drei thematischen Festivalabenden wirken auch schwedische Autorinnen mit:

Bei Writing Myth (Di, 09.06.) widmen sich zunächst vier Dichter:innen Mythen als lebendigen Erzählformen. Gerade die ältesten Mythen, über Jahrhunderte mündlich überliefert, waren stets von Wandel und Variation geprägt. In den Gedichten dieses Abends erscheinen mythische Figuren in neuen Kontexten, Geschichten werden weitergeschrieben, verschoben oder neu befragt, wo zeitgemäße Fortschreibungen bislang fehlten.
Mit: Linnea Axelsson, Ulrike Draesner, Sasha Dugdale, Clara Elena Garcia

Re-Writing a Canon (Mi, 10.06.) rückt einen zumeist weiß und männlich geprägten „Kanon“ europäischer Literatur selbst ins Zentrum der Auseinandersetzung. Bewusst subversive Umschreibungen, Verschiebungen und Aneignungen zeigen: Dieser vermeintliche Kanon ist eben keine abgeschlossene Größe, sondern ein historisch gewachsenes Gefüge, aus dem eine heutige Bedeutung nur aus einer ständigen kritischen Befragung erwachsen kann.
Mit: Jason Allen-Paisant, Lorna Goodison, Judith Kiros, Anna Julian Mendlik

silent green
Gerichtstraße 35
13347 Berlin

Poesiefestival 2026: Writing-Abende • HAUS FÜR POESIE

Letzte Aktualisierung 09 Apr. 2026, 12.51