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Holzbau und nachhaltige Stadtentwicklung in den Nordischen Botschaften

27 Sep 2018

Die Nordischen Botschaften in Berlin haben sich am 25. September 2018 mit einem vielfältigen Programm dem Thema Holzbau und nachhaltige Stadtentwicklung gewidmet.

Fachseminar zum Thema Holzbau

Bei einem Fachseminar zum Thema Holzbau – Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung Nordic Urban Spaces – haben Vertreter von Behörden, Forschung und Wirtschaft sowie junge Architekten aus Deutschland und den fünf nordischen Ländern darüber diskutiert, welche Rolle der Holzbau spielen kann, um Kohlendioxidemissionen zu reduzieren und damit zur Umsetzung des Pariser Übereinkommens und der Agenda 2030 der Vereinten Nationen beizutragen.

„Holz ist das Material der Zukunft“, sagte der schwedische Botschafter in Deutschland in seinem Grußwort.

Trine Schmidt, Beraterin des Nordischen Ministerrates, präsentierte die Zusammenarbeit der fünf nordischen Länder im Bereich Nachhaltigkeit. Obwohl die nordischen Länder weltweit führend bei der Umsetzung der Agenda 2030 seien, gebe es noch Stolpersteine, besonders bei der Umstellung auf nachhaltigen Konsum und eine nachhaltige Produktion. Dazu könnte der Holzbau einen wichtigen Beitrag leisten.

Axel Heider, Unterabteilungsleiter im Bundesministerium für Ernährung und Wirtschaft, stellte die „Charta für Holz 2.0“ der deutschen Bundesregierung vor, darunter die drei Ziele Klimaschutz, Wertschöpfung und Ressourceneffizienz und betonte, dass sich der Holzbau in jeder Hinsicht lohnt.   

Die Rolle der Forschung war Thema einer Impulsrede des isländischen Professors Sigurdur Ormarsson von der schwedischen Linnaeus Universität. Daniela Grotenfelt, Nachhaltigkeitsexpertin bei Arkitema Architekten, plädierte für Holz als Instrument zur Umstellung der Immobilienbranche.


Podiumsdiskussion mit Experten und jungen Architekten

Mads Radboll Wolff, Vorsitzender einer Arbeitsgruppe des Nordischen Ministerrates zum Thema Holzbau, moderierte eine Podiumsdiskussion mit Experten und jungen Architekten zu den Möglichkeiten und Herausforderungen des Holzbaus. Im Zentrum des Gesprächs stand die Frage, welche Rolle Holz als Baumaterial in fünf Jahren haben könnte und sollte. 

Das Podium war sich einig: Holz habe in den vergangenen Jahren eine zunehmende Akzeptanz als Baumaterial gewonnen und der Holzbau nach einem trägen Anfang schnell zugenommen. Die Experten setzten auf eine Mischung aus Erfahrungsaustausch – über neue und traditionelle, große und kleine Projekte – Ausbildung, Forschung, Mut und Dialog zwischen Politik, Wirtschaft, Auftraggebern und Experten. So könne Holzbau in fünf Jahren einen wesentlichen Beitrag zu den Nachhaltigkeitszielen leisten, Arbeitsplätze schaffen und der Bausektor vor dem „Anfang eines Holzabenteuers“ stehen.

 


Ein vielfältiges Nachmittagsprogramm

Nach dem Mittagessen folgte ein Nachmittagsprogramm mit Besichtigungen der Nordischen Botschaften und der Ausstellung „Nordic Urban Spaces – Inspirationen für Stadt und Raum“. Danach ging es zum Aedes Architekturforum und einem Besuch der Ausstellung „Woodland Sweden“.

Für die jungen Architekten aus Deutschland und den fünf nordischen Ländern endete der Tag mit einem Austausch von Ideen für nachhaltige Architektur und Stadtentwicklungspolitik. Im Gespräch ging es darum, wie die Bedürfnisse der Menschen – Wohnen, Arbeiten, Schule, Freizeit und andere Aspekte des Zusammenlebens – erfüllt werden können, damit das Leben in der Stadt zukünftig noch schöner und nachhaltiger wird.